Archive for DAS ist nun aber verwerflich...

Relativ frisch…

Wie so oft waren wir letztens wieder zum Mittag essen. Und da die Möglichkeiten in unserem schönen Duisburger Innenhafen eigentlich mannigfaltig sind, probiert man ja auch öfter mal etwas Neues. So hatten wir die “Cubar” entdeckt, die als besonderen Vorteil auch ein Mittagsbuffet mit leckerem Nachtisch bietet. (Weitere Buffets wie z.B. im Pacinos oder Maredo sind nämlich nachtischfrei - was eigentlich verboten werden sollte! ;) )
Nachdem wir jetzt ca. 4-5 Mal dagewesen waren, war dieses Mal alles anders. Direkt eingangs fragte ich den Kellner, was es denn heute für eine Suppe gäbe (da ist auch kein Schild dran und manchmal kann man das in dem Topf nicht erkennen… und ich als Vegetarier…). Unfreundlich sagte er: “Schauen Sie doch selbst nach. Ich weiß es gerade auch nicht.” Nice! Ich ging also zum Buffet, aber: Kein Suppentopf da. Kellner sich entschuldigt, hat die Küche halt vergessen. Kein Problem, nettes Lächeln, kann ja mal passieren.
Gulaschsuppe wurde dann nachgereicht. Schied für mich ja leider schon aus, aber Kollege Michael probierte sie. Schmeckte auch gut, war aber kalt. Hat die Küche halt vergessen, warm zu machen. Kann ja mal passieren, nettes Lächeln.
Ich hab dann gleich den Hauptgang für mich zusammengestellt, wie immer lecker, bevor ich zum Besten kommen wollte. Meine beiden Mitessenden hatten ihren Nachtisch dennoch schon früher als ich… zum Glück für mich, wie sich dann herausstellte. Beide hatten Schoko- und Vanillepudding, dazu rote Grütze. Aber der Schokopudding… der war irgendwie sauer… und die Früchte… irgendwie vergoren. Beide Nachtisch-Probierer waren sich einig. Kellner kommt wieder, Blick “Was wollt ihr jetzt schon wieder ihr lästigen Möchtegern-Restaurantkritiker?!?”, Lächeln: “Ja?” - Und dann die Konfrontation mit den Tatsachen. “Das kann EIGENTLICH nicht sein, das ist RELATIV frisch.”
Ah. Relativ. Relativ ist gut…
Nur gut, dass es am Buffet auch noch Brötchen und Nutella gab. So habe ich eben das als Nachtisch genommen… unser Essen mussten wir aber auch bezahlen. War gerade kein Entscheidungsbefugter im Haus. Aber: Der Kellner sagte, da ließe sich was machen, drückte uns Kärtchen in die Hand, die wir beim nächsten Mal vorzeigen sollten. Drauf stand: “Bitte Manni anrufen.”

Also Manni. Wir werden anrufen lassen. Verlass dich drauf :)

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Comet sucks!

Hier aus der Gegend sind ja einige auch Stammkunden bei Comet, dem Supermarkt an der Hauptstraße. Jedes Mal schwöre ich mir nach einem Besuch, den Laden nie wieder zu betreten. Nicht nur, dass dort schon des öfteren abgelaufene Artikel ganz normal in den Regalen standen. Auch das Gemüse ist manchmal nicht wirklich frisch. Heute hatte ich große Lust auf Spargel. Da ja noch keiner vom Niederrhein zu bekommen ist, hätte ich heute auch mit importiertem Spargel aus Peru oder Griechenland vorlieb genommen. Es gab auch Spargel, sogar direkt vor dem Laden an den Gemüseauslegern (was im Übrigen an einer Hauptstraße sowieso schon sehr appetitlich ist…). Dieser war aber 1. weder mit einem Preis ausgezeichnet und 2. schon auf den ersten Blick schon so oll anzusehen, dass er mit Sicherheit aus China mit dem Fahrrad hierhergefahren wurde. So groß also meine Heißhunger war, DAS wollte ich mir dann doch nicht antun.

Am 31. Mai bis 1. Juni sind dafür die Spargeltage auf dem Schulte-Drevenacks-Hof nahe meiner “alten Heimat”. Der alljährliche Besuch ist auf jeden Fall ein Muss für mich und da gibt es dann auch Spargel satt! Und bestimmt liegt der Spargel, den ich heute verschmäht habe, zu diesem Zeitpunkt dann immer noch im Ausleger von Comet…

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Gar nicht lustig…

Gerade als Werbung auf meinem Blog entdeckt:

autounfall

Finde ich irgendwie gar nicht so lustig. Ich hatte selbst schon zwei Unfälle. Den einen mit gerade 17 (das war ein Tag nach meinem Geburtstag) mit meiner Vespa - da hat mich ein LKW “überfahren”, zwar nur mit wenigen km/h, aber die Vespa war hinüber und ich zum Glück mit dem Schreck davongekommen. Den zweiten Unfall hatte ich mit 19, da hat mir ein Mercedes die Vorfahrt genommen und ich bin mit voller Geschwindigkeit in ihn reingeknallt. Danach war ich erst einmal zwei Tage im Krankenhaus und habe 8 Wochen diese schicke Halskrause getragen.

Jedenfall mögen beide Unfälle für einen Aussenstehenden vielleicht lustig ausgesehen haben. Besonders das mit der Vespa war bestimmt ganz toll, wie ich dann unter dem LKW (der ja zum Glück so hohe Reifen und somit einen hohen Zwischenraum zwischen Straße und LKW-Boden hat) wieder hervorgekrochen kam und als erstes wollte, dass er wieder rückwärts fährt, damit ich meine Vespa “retten” kann.

Aber selbst, wenn man mit einem blauen Auge davon gekommen ist: Unfälle sind und bleiben nicht lustig.

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Amazon Abzocker

Ich hab ja immer zu den Leuten gehört, die Amazon toll finden. Der Service immer super, Lieferungen immer schnell und pünktlich. Dass mir damals die DSA-Box nicht geliefert wurde, konnte ich auch noch verschmerzen.

So, nun hab ich gedacht: Auf wen soll man sich vor Weihnachten noch verlassen, wenn nicht auf Amazon? Also hab ich dort gut ne Stunde nach Geschenken gestöbert und bin dann brav zur Kasse mit dem Gefühl “Jetzt ist endlich alles erledigt”.

Und dann die Meldung. Folgende Artikel werden erst nach dem 25. Dezember bei Ihnen eintreffen. Es folgt eine Auflistung fast aller von mir bestellten Sachen. Ich dachte eigentlich gar nichts mehr und verdrehte nur noch die Augen. Das konnte und durfte einfach nicht sein. So eine Scheiße.

Diese Tatsache an sich wäre jetzt auch noch nicht so schlimm gewesen. Klar, natürlich Scheiße, aber wenn ich mir halt auch Artikel aussuche, die nicht auf Lager sind oder wasweissichwas bin ich selbst schuld, hätte ich ja auch eher dran denken können, Weihnachten kommt ja nicht gerade überraschend. ABER da war bei jedem Produkt dieser kleine Hinweistext. Mit dem Prime-Service könnte man die Artikel nämlich doch noch pünktlich haben!

Was mich daran stört? Mich stört, dass Amazon früher standardmäßig innerhalb von 1-2 Tagen geliefert hat. Und jetzt soll man für diesen Service bezahlen. Und das ist für mich echt Abzocke. Sorry!

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Nebelleuchtenhasser

An alle Autofahrer: BITTE BITTE denkt immer daran, dass ihr eure Nebelschlußleuchte immer wieder ausmacht, wenn ihr sie einmal wirklich benötigt habt. ES NERVT EINFACH! Besonders wenn sowieso schon Lichterkirmes auf der Autobahn ist.

Wollte ich mal loswerden.

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Grrrrr…. Vista!

Ich war ja gerade so weit, mein Windows Vista zu mögen. Ja, ich hatte sogar begonnen, es vor anderen in Schutz zu nehmen und die positiven Seiten hervorzuheben. Und dann das! Ich sitze nichts ahnend hier vor dem Rechner und auf einmal geht der Firefox zu. Ich warte schon auf die Meldung “Firefox funktioniert nicht mehr, es wird nach einer Lösung gesucht” - die kenne ich schließlich schon. Aber nix. “Updates werden konfiguriert”, “Herunterfahren”. Ich werde nicht mal gefragt! So von wegen “Jetzt neu starten” oder “Später neu starten”. Das ist also die intuitive Benutzung: Den User gar nicht erst vor so eine schwere Entscheidung stellen…

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Bullshit Bingo

Da schmeissen die Werbefachleute Tag für Tag mit ihrem Fremdvokabular rum und weder ROI, Long Tail oder Conversion Rate werden dabei ausgelassen. Aber weiß auch jeder, was diese zusammengesetzten Buchstaben überhaupt bedeuten? Das jedenfalls sollte herausgefunden werden - und zwar direkt im Herz der Marketing-Profis. Was dabei rauskam? Äußerst peinlich, dass kaum einer wenigstens den Begriff “conversion rate” erklären konnte. “Die Anzahl der Klicks auf einen Newsletter” - zwar nicht unkorrekt, heißt dies jedoch eher Klickrate bzw. CTR - je nachdem was als Conversion zählt, kann man das vielleicht noch halbwegs gelten lassen.

Das sind bestimmt alles noch Leute aus dem Old-School-Marketing und da geht es ja eher um Reichweite und Brands, statt um Conversions und ROI.

Und hier noch der Link des Videos (der übrigens von Henrik kommt).

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Nicht lustig

Ich habe gerade auf rp-online einen Bericht über den “Hitler-Champagner” gelesen, der eine wahre Bieterschlacht ausgelöst hat. Das gute Stück ist nach Schweden gegangen - für umgerechnet 2.500 €! Dass so ein “Relikt” überhaupt über den Tisch geht, finde ich schon ganz und gar nicht witzig. Aber dann verlinkt die Rheinische Post auch noch auf “Hitler Witze aus dem Dritten Reich” unter “Mehr zum Thema”.  Mal ein Beispiel?

Ein Exil-Jude in New York hat ein hitler-Bild im Zimmer hängen. “Bist du meschugge?”, fragt ein Freund. “Nee, aber so hab ich ein Mittel gegen Heimweh!”

Da kann ich wieder mal nur fragen: Geht’s noch??? Wollen die Journalisten Hitler jetzt wieder gesellschaftsfähig machen? Es ist eigentlich schon schlimm genug, dass es überhaupt Witze darüber gibt, aber diese dann auch noch bei einem großen Publikum zu veröffentlichen finde ich absolut unangebracht - gerade von einer Redaktion, die im Herzen des Multi-Kulti-Ruhrgebiets sitzt.

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Zipfel runter!

Gartenzwerge gehen gar nicht! Aber eigentlich hab ich auch gar nichts dagegen, wenn jemand sie mag und sich unbedingt seinen Garten damit verunstalten möchte.

Gartenzwerge sind ja eigentlich harmlose Wesen. Sie haben mal eine Schaufel in der Hand, mal leuchten sie mit einer Laterne, mal malen sie einem Fliegenpilz die weißen Tupfer auf. Exotischere Varianten blicken durch ein Fernglas oder prosten mir mit dem Bierkrug zu.

Schlimm finde ich allerdings diejenigen Leute, die Gartenzwerge auf die Schippe nehmen, indem sie sich ebendieser bedienen. Da liegen plötzlich erstochene Zwerge im Gras, vom Dach hängt ein Erhängter, neben dem Beet zeigt mir ein kleiner Mann den Stinkefinger während ich unter dem Baum das erste Mal gartenzwergische Geschlechtsteile erblicken kann.

Wenn ich also George Bush nicht mag, dann häng ich mir auch kein Poster an die Wand, wo Georgie mir seinen Stinkefinger oder im schlimmsten Fall auch mehr präsentiert! Ein erstochener Bush als lebensgroße Plastikfigur auf meinem Teppich hätte allerdings vielleicht schon was…

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Patientenleid

Ich habe letztens beim Besuch des Allgemeinmediziners noch ein Buch angelesen, was er dort liegen hatte, wo es um Arzt-Patienten-Beziehungen ging. Dort habe ich gelesen, dass ich einen guten Arzt beispielsweise auch daran erkenne, dass er mir sagt, was genau er warum unternimmt und wie es abläuft. Da ich gestern dann endlich meinen Termin in der Radiologie wahrnehmen durfte, kann ich nur sagen, dass es dort ganz anders läuft. Am besten wird sich erst gar nicht mit dem Patienten unterhalten.

Zunächst hatte ich vor über einer Woche dort angerufen und zwecks akuter Schmerzen und Überweisung um einen Termin geben. Vor gestern ging natürlich gar nichts, da kann man nichts machen. Als ich mich dann schließlich auf gestern vertrösten ließ, sagte man mir, es dauert drei Stunden. Warum so lange? Ist halt so. Als ich dann pünktlich dort war, durfte ich erst einmal im Wartebereich Platz nehmen und eine Zeit lang auf meinen Fragebogen warten, den ich dann ausfüllen sollte. Nachdem weitere Zeit verstrichen war und ich teilweise gar nicht wusste, was ich in den Bogen schreiben sollte, wurde ich endlich in ein Zimmer geholt. “Ach, Sie haben ja schon fast den ganzen Bogen ausgefüllt.” Ach, ist das so? Die Frau - keine Ahnung, was ihre Funktion war… Helferin? Ärztin? - ergänzte dann schnell die fehlenden Angaben. “Wir werden mal sehen, was wir mit Ihnen genau machen, nehmen Sie bitte noch im Wartebereich Platz. Vermutlich werden wir Ihnen die Flüssigkeit geben, die Sie sicher schon bei den anderen gesehen haben. Sie müssen dann jede halbe Stunde einen Becher trinken und nach 2 1/2 Stunden ist es dann fertig. Die eigentliche Untersuchung dauert dann nicht mehr so lange. Und bitte nichts essen.”

13:48 Uhr. *magenknurr*. Ich sitze immer noch im Wartebereich und warte auf mein “Getränk”. Gefühlte Stunden später kommt sie wieder, schaut mich irritiert an. “Haben Sie schon ausgetrunken?!”

Eh? Ich hab noch gar nichts bekommen.

Mit einem mehr oder minder schuldbewussten Lächeln bekomme ich jetzt endlich meinen Liter Wasser und würde mittlerweile für ein trockenes Brötchen töten. Dann bin ich endlich fertig, habe eine Wasserbauch und komme in die CT. Nur mit Slip bekleidet darf ich dann auf der kalten Liege rumliegen, bekomme einen Schlauch in den Arm. “Es wird warm, wenn wir das Kontrastmittel einlassen, bitte nicht erschrecken.” Da ich schon vor Kälte und Hunger zittere, ist Wärme noch das Beste, was mir heute passieren kann. Ich bekomme Atembefehle, fahre vor und zurück in dem Gerät. Nach ca. 20 Minuten ist es vorbei. Ich darf mich anziehen und gehen, die Bilder werden innerhalb einer Woche meinem überweisenden Arzt zugeschickt.

Was wurde jetzt genau gemacht? Konnte man schon was sehen?

Ausser der scheinbaren Gehilfin habe ich keinen Arzt zu Gesicht bekommen. Neben der unpersönlichen Behandlung kann ich jetzt also nochmal warten, bis ich endlich weiss, was mit mir los ist und warum es mir in den letzten Wochen so schlecht ging.

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