Eszet
Wie geil sind denn bitte Eszet-Schnitten? Ich hatte die Schokoladen-Scheiben schon total vergessen - damals habe ich sie immer bei meiner Oma bekommen, da ich schon immer so ein penibler Esser war und man mich nur mit Schokolade ködern konnte. Jetzt habe ich sie bei Plus wieder entdeckt. Sie waren vermutlich schon die ganze Zeit dort und auch bei Edeka und sonstigen Märkten, denen ich mehr oder minder regelmäßig einen Besuch abstatte. Aber dieses Mal sind sie mich quasi direkt angesprungen! Und dann habe ich mich gefragt: wird diese Form des Brotbelages überhaupt nicht beworben? Gibt es trotz fehlender Werbung genug Käufer? Ich kenne auch ehrlich gesagt niemanden, der Eszet-Schnitten isst - aber so gut wie jeder, den man fragt, der kennt sie auch. Welch Phänomen, denn hier gilt scheinbar nicht zwangsläufig der Satz “Wer nicht wirbt, der stirbt”.
Ich habe mich natürlich gleich etwas schlau gemacht. Zielgruppe sind die, die “Schokolade beißen, statt lutschen”. Bevor also überhaupt Nutella & Co den Markt überschwemmten, waren es die Schokoladen-Schnitten, die Kinderherzen höher schlagen ließen - Eszet gibt es nämlich bereits seit 1933. Erfinder ist aber nicht Stollwerck, die das Produkt heute unter ihrem Dach vertreiben. Staengel & Ziller hießen die geistreichen Schoko-Fans - und daher auch der Name Eszet: S (Es) für Staengel und Z (Zet) für Ziller. DAS nenne ich doch mal einfallsreich! Und das Produkt ist - soweit ich weiß - auch heute noch völlig einzigartig. Aber, um nochmal auf das “Wer nicht wirbt, der stirbt” zurückzukommen. Wie die Gegenwart beweist, hat es die Erfinderschmiede schließlich nicht geschafft, sich im Markt zu behaupten.

Auch kurios: Ein Aschenbecher als Werbeträger für die Schokoladenhersteller. Heute kaum noch vorstellbar - man denke sich nur, einen Ascher mit “Milka”-Aufschrift in einer Kneipe zu sehen!



