Dunkelduisburg

Dem Kollegen Michael ist schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass vor allem Frauen gerne durch ihre Grußformel am Ende einer E-Mail auftrumpfen. Viele schreiben ja einfach nur “Mit freundlichen Grüßen”, besonders beliebt auch “Viele Grüße”. Andere wünschen dann schon “Liebe Grüße” oder sogar “Viele liebe Grüße” - gerne auch mit dem Zusatz “nach {Stadt des Empfängers}” oder auch “aus {Stadt des Schreibenden}”. Frauen verwenden auch gerne “Herzliche Grüße”. Wohlgemerkt alles bei geschäftlichen Mails.

Und ich halte das genauso. Die Grußformel ist nicht Teil meiner Standard-Signatur und ich versuche oft, durch ebendiese Grüße am Ende einer E-Mail nochmal eine persönliche Note in das Schreiben zu packen. Heute schrieb ich dann an eine Google-Mitarbeiterin und schloß mit den Worten “Viele Grüße aus dem stockdunklen Duisburg” und gleichzeitig wanderte mein Blick zur Uhr. 17:03 Uhr. Der Winter ist da… und mit ihm diese typische Dunkeldepression. Ab jetzt sollte ich wohl also nur noch E-Mails schreiben, wenn es draußen noch hell ist, um auch weiterhin viele liebe herzliche Grüße aus dem schönen Duisburger Innenhafen wünschen zu können. :)

P.S.: Übrigens schließt man ja immer von sich auf andere und so lässt es sich auch nicht vermeiden, dass ich auch in anderer Leute Grußformel immer deren Laune versuche abzulesen. Schreibt mir also lieber nicht “Mit freundlichem Gruß” …

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