Drakensang

Endlich überwinde ich mich heute, etwas zu dem PC-Rollenspiel Drakensang zu schreiben, das ich direkt am Releasetag bis spät in die Nacht früh in den Morgen und auch noch einige Tage danach gespielt habe, sofern es meine Zeit zuließ. Monatelang habe ich mich auf dieses Spiel gefreut - ich hatte es ja schon im Dezember 2007 vorbestellt. Doch dann habe ich so plötzlich mit dem Spielen aufgehört, wie ich es noch fast nie getan habe.

Zunächst zu dem Spiel selbst. Es war ein Traum, dass es sich fehlerfrei unter Vista installieren ließ und kein Kopierschutz a la Gilde 2 bei der Originalversion (!) Terror gemacht hat. Kein Absturz in der ganzen Zeit, keine Bugs. Und auch wenn ich mich die ersten Stunden laut fluchend über die Kamerasteuerung geärgert habe (wow hat da halt für mich Standards gesetzt), machte das Spiel alles wieder gut. Ich fühlte mich direkt “zuhause”, denn die DSA-Welt begleitet mich ja schon einige Jahre im P&P und auch in den zahlreichen Romanen, die ich gelesen habe. So ist das Spiel nicht einfach unter der DSA-Lizenz erstellt und bietet irgendwelchen Standard-Content, sondern fügt sich wirklich perfekt ein. Grandios.

Da es mein erstes Single-Player-Rollenspiel ist fand ich es nach kurzer Zeit etwas “befremdlich”, so allein in der Welt zu sein. Selbst die NSC schienen nicht mehr mit mir sprechen zu wollen :(
Ich musste allzu oft in irgendwelche Dungeons abtauchen, um dort weitere Quests zu lösen… und dass, wo ich mich eh schon kaum orientieren kann :/
Und während die Trash-Mobs in der Welt eine leichte Beute sind, bin ich dann bereits beim ersten dicken Boss-Mob gescheitert - natürlich habe ich das erst nach unzähligen Anläufen tatsächlich eingesehen. Da man die Quest allerdings auch später lösen konnte, bin ich erstmal mit meiner NSC-Truppe weitergezogen… besiegte wieder ein paar Trash- und (leichtere) Boss-Mobs, bis schließlich wieder ein unbesiegbarer Gegner meine Laune verdarb.

Meiner Meinung nach ist das Spiel ziemlich schlecht ausbalanciert… die Trash-Mobs könnten weitaus schwerer sein und dafür die Bosse leichter. Gut, es sollte natürlich nicht zu leicht sein, aber an ein Rollenspiel habe ich irgendwo auch die Erwartung, dass ich Rätsel lösen muss und die Welt entdecken kann und nicht, dass ich ständig Stunden an Taktikarbeit leisten muss, um ein Monster zu besiegen! Das war schon bei wow nicht mein Ding…

Jetzt liegt also das Spiel wieder in der Ecke, bei zahlreichen anderen Spielen, obwohl ich es gerne weitergespielt hätte… Und im Gegensatz zu wow bietet das Spiel nicht mal Alternativen, um trotzdem auf seine Kosten zu kommen… schade.

2 Kommentare »

  1. Jan Füllemann sagt,

    19. August 2008 @ 11:44 Uhr

    Hi,

    ich habe das Spiel jetzt durchgespielt und fand die Oberbosse nicht zu schwer. Vielleicht bist Du zu sehr an die “Action RPGs” gewöhnt oder hast nicht die SideQuests durch, um Erfahrung zu sammeln. Hilfreich ist z.B. die Selbstbeherrschung zu steigern, damit die Charaktere keine Wunden mehr erhalten.

    Liebe Grüße

    Jan

  2. Tina sagt,

    19. August 2008 @ 19:06 Uhr

    @Jan: Ich bin jedenfalls schon bei dieser Mutter-Ratte und dem Boss im Turm später gescheitert :( Ich glaube, ich war mit allen Chars Level 7 zu diesem Zeitpunkt und ich habe auch Side-Quests gemacht… aber Selbstbeherrschung habe ich tatsächlich nicht gesteigert. Wenn ich also nochmal die Motivation finden sollte, werde ich das wohl als erstes mal probieren. Danke für den Tipp :)

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