Wirsingrouladen
Dass bei mir die Schlemmerwochen ausgebrochen sind, habe ich ja bereits erwähnt. So habe ich diese Woche auch Wirsingrouladen gemacht, natürlich vegetarisch, wie man es von mir gewohnt ist. Das Rezept und die Anregung dazu habe ich vor bestimmt 10 Jahren auf einer Packung Perlgraupen (eben diese dienen als Füllung) gefunden. Nun beschleicht mich langsam die Angst, dass die Packungsdesigner nach dieser ewig langen Zeit nunmehr auf den Gedanken kommen könnten, das Rezept von der Packung zu entfernen. Auch wenn ich es schon auswendig kochen kann, möchte ich es hiermit einmal “verewigen”, damit ich zur Not weiß, wo ich es finde ;). Und wer es nachkochen möchte, der lasse es sich schmecken :).
Das Originalrezept geht übrigens von 4 Rouladen aus, ich mache aber immer 8 kleine.
Vegetarische Wirsingrouladen mit Graupenfüllung
Zutaten:
- 100g Perlgraupen (über Nacht in Wasser einweichen)
- 1 kleiner Wirsingkohl bzw. 8 Kohlblätter
- 1 mittelgroße Zwiebel (geviertelt)
- Salz und Pfeffer
- Hefewürze (gibts im Reformhaus, kann man zur Not weglassen)
- 1 Lorbeerblatt
- 1 Ei
- 1 mittelgroße Möhre
- 1 Stange Lauch
- 2 1/2 EL Semmelbröse
- 1 Bund Petersilie
- 2 EL Creme fraiche
- 300 ml Gemüsebrühe
- 100 ml Sahne
Von dem Wirsingkohl 8 äussere Blätter abtrennen und in Salzwasser ca. 10 Minuten weich kochen. In einem Topf die Graupen, Gemüsebrühe, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Lorbeerblat, Hefewürze garen, bis die Gemüsebrühe vollständig “verschwunden” ist. Die Masse anschließend abkühlen lassen und erst danach die grobgeraspelte Möhre, das Ei, den feingeschnittenen Lauch und Semmelbrösel unterheben. Am Ende mit Petersilie, ggf. Salz/Pfeffer und Creme fraiche abschmecken. Dann Masse auf die Blätter geben und einrollen. Die kann man nun mit Bindfaden oder Rouladenspießen befestigen, ich mache das aber immer anders. Ich nehme ein Handtuch (das idealerweise nicht nach Waschmittel/Weichspüler riecht und selbstredend sauber ist) und “drücke” damit die fertigen Rouladen leicht zusammen, sodass das Wasser aus dem Blatt gezogen wird. So werden die Rouladen zwar meist nicht ganz rund, lassen sich so aber besser braten und halten optimal zusammen ohne so einen Schnickschnack ;).
In heißem Pflanzenfett werden die Rouladen dann von allen Seiten leicht angebraten. Dann noch etwas Gemüsebrühe und Sahne zugeben und 30 Minuten schmoren lassen.
Dazu mache ich übrigens immer Rahm-Wirsing (aus dem Rest der Kohlkopfes) und Salzkartoffeln. Für den Rahm mache ich eine einfache Mehlschwitze (Butter, Mehl, Milch, Salz, Muskat).
MJAM!
QueenLaTina » Ab wann ist kochen kochen? sagt,
4. April 2008 @ 20:19 Uhr
[...] Semmelknödel (die kommen bei mir nämlich weder aus noch in die Tüte) oder auch meine Wirsingrouladen spare ich mir jedenfalls lieber für die Wochenenden auf - und behaupte einfach weiterhin, dass [...]