Unter der Schlagzeile “Kind erlernt lebenrettende Fertigkeiten durch World of WarCraft!” habe ich heute einen (aus dem Norwegisch übersetzten) Beitrag gelesen.
Dem norwegischen Bericht zufolge war Hans mit seiner Schwester im Wald unterwegs, als plötzlich ein wütender Elch das Mädchen angriff. An dieser Stelle kamen Hans’ Jägerfähigkeiten aus WoW ins Spiel:
Zunächst ‘’spottete” er das wild gewordenene Tier mit wiederholten Stockhieben, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und seiner Schwester die Flucht zu ermöglichen. Als sich der Elch dann Hans zuwendete, setzte er seine nächste in WoW erlernte Fähigkeit ein - das ”Totstellen”.
Erstaunlicherweise funktionierte all das tatsächlich, und nachdem der Elch noch ein paar Mal nach Hans getreten hatte und ihn schliesslich tot wähnte, liess er von ihm ab und ging weiter seiner Wege.
Wie wir sehen, ist ‘World of WarCraft’ nicht nur ein sehr unterhaltsames Spiel, sondern manchmal auch ein Lebensretter. Damit hat sich unser junger Held Hans Jørgen Olsen doch wohl einen Ehrenplatz in der ‘Halle der Legenden’ verdient, oder Blizzard?
Zunächst einmal: Schöne Story ;). Prinzipiell ist es übrigens Kindern gar nicht gestattet, WoW überhaupt zu spielen - was auch gut ist. (Na gut, der Junge ist 12 und das Spiel ist ab 12 - nur damit jetzt keiner meckert!)
Sieht man davon einmal ab, ist es natürlich nicht gerade abwegig, was das Kind getan hat. Vermutlich hätte das “jeder” getan, völlig ohne WoW-Erziehung, vor allem in einem Land, wo es zumindest sehr wahrscheinlich ist, dass man mal einem Elch über den Weg läuft.
Die Reaktionen auf diese Nachricht sind vielfältig. Die einen feiern sich selbst als potentielle Lebensretter (schließlich ist “man” ja selbst professioneller WoW-Spieler), andere vermuten ebenso wie ich eine Instinkthandlung und wieder andere verweisen auf die Sinnlosigkeit dieser “News”. Denn schließlich wird auch nicht jedes Mal darüber berichtet, wenn WoW ein “Leben zerstört” hat - Beispiel: Schulabbruch, Studienabbruch, Scheidung, Arbeitslosigkeit.
Insbesondere gefiel mir dann aber noch ein Kommentar:
Da muss man ja regelrecht froh sein, dass der kleine nicht z.B. einen Mage spielt. Sehe ihn vor mir, wie er versucht “Portal: Wohnzimmer” zu wirken oder mittels “Blinzeln” zu flüchten…