Archive for November 2007

Das tapfere Tinalein

Gestern abend nahm es seinen Anfang. Beim Tanken griff ich noch schnell eine Rolle Mentos “Grüner Apfel”. Schon ewig nicht mehr gegessen das Zeug - und ich hätte es auch besser lassen sollen. Denn als ich heute morgen im Mega-die-Bahn-streikt-mal-wieder-Stau nach Düsseldorf im Auto saß, griff ich zu der besagten Rolle. Und ganz nach dem Motto “Aber jetzt zerbeiß ich’s” zerkaute ich das Mentos-Bonbon. Und dann knackte es. Und tat weh!

Mit Erschrecken traf mich die Erkenntnis, die sich bei einem Blick in den Spiegel bestätigte: Ein Stück vom Zahn/Füllung war abgebrochen! Der letzte Zahnarztbesuch liegt ungefähr so lange zurück wie der letzte Weltkrieg. Zumindest gefühlt. Und ja, ich hatte ja auch immer vor, mal wieder einen Termin zu machen. Aber wie das so ist, wenn man Angst vor’m Zahnarzt hat… immer fällt einem selbst ein Grund ein, warum man gerade jetzt eben keine Zeit dafür hat. Dabei habe ich so einen guten Zahnarzt! Spezialisiert auf Phobie-Patienten ist er, man muss nicht einmal direkt in den Behandlungsstuhl, sondern kommt erstmal in ein Sprechzimmer. Trotzdem. So versuchte ich mit einer Schmerztablette erstmal alles zu ignorieren. Panik stieg aber schon in mir auf, denn ich wusste: Ich kann das jetzt nicht weiter ewig vor mir herschieben. Ich bin so eine feige Sau. Ein Schiss0r. Ich benehme mich total peinlich.

Nachdem ich dann ungefähr die ganze Agentur verrückt gemacht hatte, rief schließlich Robert (mein Gruppenleiter) bei meinem Arzt an und machte einen Termin. Und der war… eine dreiviertelstunde später! OH MEIN GOTT! Ich musste sofort los. Mein Herz raste, meine Hände wurden schweißnass. Das Gefühl, auf der Stelle sterben zu müssen wollen, durchfuhr meinen gesamten Körper.

Und dann war ich da. Der typische Praxisgeruch stieg in meine Nase und ich überlegte schon, vielleicht doch wieder kehrt zu machen. Habe ich nicht Knoblauch zum Mittag gegessen? Das kann ich doch dem Arzt nicht antun… DOCH! DA MUSST DU JETZT DURCH! Ich rang mit dem inneren Schweinehund, aber ich siegte. Leider musste ich noch über eine Stunde im Wartezimmer warten. Währenddessen zeigte mir ein kleiner Junge seinen McDonalds-Tamagotchi-Verschnitt und wir bürsteten den Hund, fütterten und peppten ihn auf.

“Frau Meergans bitte in Zimmer 2″. Schluck. Eine Ärztin kam in den Raum. Die kannte ich noch nicht, aber sie war nett, beruhigte mich, hielt sogar meine Hand. Sie erklärte mir alles, schaute in meinen Mund. “Alles nicht so schlimm, kriegen wir hin.” Puh. Ich bekam eine Spritze, die auch nicht weh tat. Dann erklärte mir die Sprechstundenhilfe nochmal alle Geräte. Ich durfte alles anfassen und begutachten. Interessant auch das Ozon-Gerät, mit dem ich dann behandelt wurde. Und es tat alles nicht weh. Am Ende war ich so stolz auf mich selbst, darüber, dass ich nicht laut und hysterisch schreiend aus der Praxis geflohen war. Ich kam mir nicht einmal wirklich lächerlich mit meiner Angst vor, da die Mitarbeiter alle so freundlich, verständnis- und rücksichtsvoll waren. Ich habe nicht einmal die von mir so gehasste Watte in den Mund geschoben bekommen!

Nun sabber ich noch etwas beim Trinken und habe das Gefühl, meine Lippe sei auf das Dreifache angeschwollen. Aber die Welt ist toll und ich bin ein echter Held. Auch wenn vermutlich jedes Kleinkind sich beim Zahnarzt disziplinierter aufführt als ich.

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Vorbildlicher Service

Ich esse gerne bei Subway. Das ist genau mein Ding, mir mein Essen selbst Schritt für Schritt zusammen zu stellen, da ich ja eh überall Sonderwünsche und Extrawürste haben will. Und bei Subway ist so ziemlich der einzige Ort, wo ich dafür nicht blöde und mit rollenden Augen angeguckt werde. Ich hatte dann entdeckt, dass man bei der Düsseldorfer Filiale auch online vorbestellen kann. Dazu steht dann auch ein umfangreiches Formular im Netz, wo alle Sachen abgefragt werden, die man auch live vor Ort gefragt wird. Prima dachte ich. Aber da fehlt mein Veggie-Patty! Dass in der Fililale selbst das Veggie-Patty der einzige Sandwich ist, der kein Bild hat, war ich ja bereits gewohnt (ebenso wie bei McDonalds nie ein GemüseMäc angepriesen wurde). Aber dann fehlt er auch noch in der Bestellliste, ist also quasi somit “unbestellbar”. Also hab ich direkt eine Beschwerdemail geschrieben, denn irgendwann fühle auch ich mich mal diskriminiert ;).

Und bald darauf kam die Antwort:

wir haben Ihre Kritik zum Anlass genommen, um die Seite zu überarbeiten. Ab sofort können Sie das Veggie Patty unter Sandwiches auswählen. Vielen Dank für Ihren Hinweis und die Verbesserung der Qualität unserer Service.

Direkt nachgeschaut. Stimmt! Das ist doch mal klasse! Und vor allem mit einer Reaktionszeit von ca. drei Tagen - inkl. der durchgeführten Änderung. Das nenne ich mal Service!

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Grrrrr…. Vista!

Ich war ja gerade so weit, mein Windows Vista zu mögen. Ja, ich hatte sogar begonnen, es vor anderen in Schutz zu nehmen und die positiven Seiten hervorzuheben. Und dann das! Ich sitze nichts ahnend hier vor dem Rechner und auf einmal geht der Firefox zu. Ich warte schon auf die Meldung “Firefox funktioniert nicht mehr, es wird nach einer Lösung gesucht” - die kenne ich schließlich schon. Aber nix. “Updates werden konfiguriert”, “Herunterfahren”. Ich werde nicht mal gefragt! So von wegen “Jetzt neu starten” oder “Später neu starten”. Das ist also die intuitive Benutzung: Den User gar nicht erst vor so eine schwere Entscheidung stellen…

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AdSense und komische Autos ;)

Als ich heute auf eine Webseite gestoßen bin, dachte ich zuerst: Was ist das für ein seltsames Auto? Und ich war schon drauf und dran, auf den danebenstehenden Text zu klicken, weil das Bild selbst nicht verlinkt war. Aber daneben waren AdSense-Anzeigen integriert. Und ich wette, dass die Klickrate nicht schlecht ist, weil bestimmt viele darauf “reinfallen” - zumal die redaktionellen Beiträge darunter nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind (Bild links, rechts Text). Fand ich jedenfalls sehr interessant, AdSense-Anzeigen auf diese Weise einzubinden.

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Ohne Käse = Ohne Käse!

Wer mich kennt, der weiß ja, dass ich wahrlich kein Allesfresser bin. Und zu den Speisen, die ich ganz und gar nicht mag gehört geschmolzener Käse! Ja, wirklich. Und ja: Auch Pizza ohne Käse. Und jaja, ich weiß, das schmeckt doch gar nicht und ist dann auch gar keine richtige Pizza mehr. Ich muss mich schließlich schon mein ganzes Leben lang damit rumärgern, dass so ziemlich keiner meine Abneigung gegen Käse mit mir teilt. Und mich immer dafür rechtfertigen, dass ich TROTZDEM Pizza esse - nur halt ohne Käse. Grausam, nicht wahr?
Also heute im Restaurant in der Mittagspause. “Ich hätte gerne eine Pizza Rucola ohne Käse.” Kellner: “Auch ohne Parmesan?”

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Ganz schön feist

Ich komme gerade vom “Ganz schön feist”-Konzert in Düsseldorf und summe immer noch die Lieder mit ;)

Es war ein wirklich gelungener Abend mit dem neuen Programm “Aphrodisiakum” und das Savoy Theater war eine super Location. Neben den neuen Liedern durften natürlich Klassiker wie “Enten haben keine Ohren”, “Gänseblümchen” oder auch “Tiger” nicht fehlen! Immer wieder sehenswert und live absolut der Hammer.

Übrigens liegt das ehemalige Kino auf der Graf-Adolf-Straße für die ich innerhalb eines Projektteams während meines Studiums ein Marketing-Kommunikationskonzept geschrieben haben. U.a. hatten wir für die Straße einen Slogan kreiert, der “Ganz schön vielfältig” lautete. Schon damals war das an die Comedy-Musik-Band angelehnt ;) - mit Erfolg, wie sich später herausstellte, denn wir gewannen den ersten Preis mit unserem Konzept inklusive Präsentation!

Die Jungs von GSF jedenfalls kommen erst im Februar 2008 wieder in die Nähe und dann auch endlich wieder in den Pott, in meine Geburtsstadt Oberhausen. Das werde ich mir sicher nicht entgehen lassen!

ganzschoenfeist

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Hinter Glas

Big Brother 1.0 bei Ikea? Jedenfalls braucht man nur ein “Traumschlafzimmer im Wert von 3.000 €” als Gewinn ausschreiben, damit sich mehrere Hundert Bewerber freiwillig dafür melden, sich 24 Stunden lang in einem Ikea-Schaufenster begaffen zu lassen. “Komm isch damit im Fernsehn?”

Ich darf zitieren:

Die beiden ziehen am Samstag um 17 Uhr ein – und die Kunden können 24 Stunden lang dabei zusehen, wie sich Benala und Markus die Zeit im Schaufenster-Schlafzimmer vertreiben. Was sie tun, bleibt den beiden selbst überlassen: Sie können lesen, musizieren, Karten spielen, reden oder auch mit den Besuchern scherzen. Alles ist erlaubt. Das Schlafzimmer dürfen sie jedoch nur für den Gang zur Toilette verlassen.

Was sie tun bleibt den beiden selbst überlassen. Das kann ja spannend werden ;). Aber vermutlich ist es einfach nur langweilig! Mein Vorschlag an Markus und Benala: Von Freitag auf Samstag durchmachen und gut einen saufen und dann den Kater bei Ikea ausschlafen.

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Job gesucht?

Wer schon mal Jobanzeigen gelesen hat, der weiß, wie heiß man um den Brei herumreden kann. Da wird von “nettem Umfeld” gesprochen, wenn eigentlich “wenig Gehalt” gemeint ist. Von “Motivation” statt “vielen Überstunden” gesprochen. Zum Glück sind aber nicht alle Beschreibungen so verschlüsselt, wie die nachfolgende Google-Anzeige beweist:

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Lass uns kurbeln!

Wenn ich Besuch zu mir einlade, dann ist “man” erstmal überrascht über meine Wohnzimmer-Einrichtung. Leise Stimmen rieten mir sogar schon, einen Innenarchitekten zu beauftragen. Hier stammt nämlich nichts von Ikea & Co, sondern Erbstücke meiner Oma zieren das gute Zimmer. Das sieht vielleicht auch alles nicht so gut aus, dafür stimmt die Qualität und vor allem auch die Funktionalität. Mittendrin steht er nämlich.

Er, das ist ein solider, großer, brauner höhenverstellbarer Wohnzimmertisch mit Kurbel. Und immer, wenn ich das sage oder immer, wenn ihn jemand sieht, dann kommt der gleiche Satz: “Den hatte meine Oma auch!”. Wenn ich diese empirische Studie jetzt mal in Prozent ausdrücken sollte, dann würde ich sagen: 99,9% aller Großeltern hatten einen solchen Kurbeltisch! Wie, wo und warum ist also diese Kurbel im Laufe der Zeit abhanden gekommen? Warum sind Couchtische mittlerweile so niedrig, dass man nicht einmal mehr vernünftig daran essen oder spielen kann - von Größenänderungen mal ganz zu schweigen? Warum können Handys immer mehr und Tische immer weniger? Vielleicht weil “der gute alte Tisch” gar nichts mehr können muss, ausser “Tisch sein” und als Abstellmöglichkeit für Kerzen zu dienen (wobei ja auch hier die Adventskranz-DVD den Tisch überflüssig macht).

Und was hat dieser Tisch alles mitgemacht? Da ist man als Kind drunter und drauf geklettert und musste feststellen, dass der Tisch doch immer das härtere Holz hatte, wenn man den Kopf mal etwas eher als angeraten gehoben hat. Mein Opa hat Tausende von Skat-Partien an diesem Tisch gespielt, ich selbst hab meine Groschen beim “Schwimmen” unter die Leute gebracht. Oma legte derweil eine Tafel Schokolade drauf, um unsere Nerven zu beruhigen. Unzählige Mahlzeiten wurden an dem guten Stück gegessen, da er als “Ausweichtisch” oder auch “Kindertisch” bei Geburtstagen eingesetzt wurde. Wenn man das erste Mal an den anderen Tisch gesetzt wurde, wusste man: Jetzt ist man alt. Das übrigens ist glaube ich immer erst dann eingetreten, wenn man selbst verheiratet war, denn irgendwie war man ja dann auch erst erwachsen und im Übrigen hatte selbst der Haupttisch eine Kurbel. Jawohl.

Es wird mir jedenfalls schwer fallen, mich irgendwann einmal von dem erinnerungsreichen Tisch zu trennen. Ich kann mir jedenfalls keinen praktischeren Wohnzimmertisch vorstellen.

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Wie treibt man eine Kellnerin in den Wahnsinn?

Man setze einfach die Duisburg-Blogger in die Paulaner Botschaft und lasse sie nicht nur alle 5 Minuten ein neues Gericht bestellen, sondern auch noch zahlreiche Tauschmanöver unternehmen. Loth hatte eigentlich zwei schlichte Laugenbrezel bestellt, nahm aber dann Thuns Schweinshaxe, weil Thun lieber Muscheln wollte. Die Laugenbrezel konnte ich dann abstauben. Perfekt! Wusstest ihr aber, dass es im Paulaner kein Malz-Bier gab?
Zwischendurch war es außerdem ganz schön kuschelig, da doch ganz schön viele Blogger ihre Häuslein verlassen und im Paulaner erschienen waren. Von den Star-Trek-Fans war jedoch weit und breit nichts zu sehen… vermutlich waren sie wirklich auf dem Holodeck.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Prospero für die Organisation und die Namensschildchen :)

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