Archive for Oktober 2007

Spielen ist anstrengend

Die Spielmesse in Essen war dieses Jahr irgendwie nicht ganz so schön, wie sonst. Vielleicht war das auch nur ein gefühltes Phänomen. Es lag definitiv nicht daran, dass es voll war - denn voll ist es jedes Jahr, wenn man sich sachte durch die Gänge schiebt und spätestens nach dem vierten Stand an dem man “mal eben was gucken wollte” total die Orientierung verloren hat. Nachdem man dann an einigen Ständen bereits zum dritten Mal vorbei läuft, kommt die Orientierung dann langsam in vernünftige Bahnen.

Das “Spiel des Jahres 2007″ suchte man leider vergebens, denn es war überall ausverkauft. Sogar der Kaufhof hatte wohl keine Kapazitäten, den Lagerbestand auch ein drittes Mal aufzustocken. Dafür wanderten zwei Brettspiele, WoW-TradingCards, Kartenhalter für “Siedler von Catan”, zwei LARP-Magazine, drei wunderschöne Jonglierbälle, zwei Flaschen Met und zwei Das-schwarze-Auge-Romane in mein Beutelchen.

Insbesondere den Rollenspiel-Bereich, inkl. LARP, fand ich dieses Jahr ziemlich dünn besetzt. Vielleicht mag das daran liegen, dass quasi der deutsche Laden für LARP (Schatzkammer) erst vor wenigen Wochen den Betrieb eingestellt hat, und somit auch nicht auf der Messe vertreten war. Ob es einen Stand für “Das schwarze Auge” gab, weiß ich nicht einmal, denn ich habe ihn nicht gefunden. Vielleicht gab es auch gar keinen, denn hier hat der Verleger des Rollenspiels vor einigen Monaten gewechselt. Und die anderen Stände hatten leider weder die “Götter und Dämonen”-Box noch das äquivalente Buch. *schmoll*

Dann hatte ich noch LARP-Stiefel haben wollen und an einem Stand sah es ganz viel versprechend aus. Ich probierte meine gewohnte Größe 38 an - und kam nicht hinein. Der Verkäufer gab mir Größe 40… immer noch knatsche-eng. Dann Größe 42… die passten zwar halbwegs, allerdings muss ich ausgesehen haben, als hätte ich mir die Stiefel meines Vaters stibitzt. Ich weiß ja nicht, wo die ihre Größenmaße hernehmen, aber meine Füße waren garantiert vom Messe-Laufen noch nicht so angeschwollen, dass sie plötzlich um 4 Größen gewachsen sind.

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Finish him!

Es gab in meinem Leben auch schon Zeiten, in denen ich Konsolenspiele gespielt habe. Und ganz vorn dabei war damals natürlich auch Mortal Kombat, wo ich als “Sonya” zahlreiche Kämpfe bestritten habe. Dazu habe ich dann gerade ein Video gefunden… ich find’s echt prima gemacht und das Ende ist “der Burner” *grins*

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Geballte Finanzen

Uff. Da weiß ich gar nicht, wie ich anfangen soll. Mich regt schon seit einiger Zeit auf, dass immer mehr Unternehmen in den Finanzsektor “diversifizieren”. Da fiel mir als erstes der “Rossmann Kredit” auf. Dann versuchte mir Quelle über die Quelle-Versicherungen an meine Zähne zu langen. C&A bietet jetzt eine Kfz-Versicherung an. Und jetzt das: Die EDEKABANK, die sich auf Finanzprodukte für junge Leute (Auszubildende) spezialisiert hat.

Beim näheren Hinlesen sehe ich, dass es diese Geschichte schon seit mindestens 2005 geben muss - und ich habe es nie bemerkt und finde es ausgerechnet jetzt in meiner persönlichen gefühlen Finanzballungszeit.

Und mein Problem ist wirklich: Ich verstehe nicht, WIE sich das alles rechnen kann. Ich kenne ja zumindest aus dem Suchmaschinenmarketing die maximal erwünschten Kosten für einen generierten Produktabschluß im Bereich Kredit, Girokonto, Versicherungen etc. - und die verschließen sich schon vor meiner Logik des Lohnens. Es kann wirklich nur dann lohnenswert sein, wenn man die Kunden wirklich nachhaltig und langfristig an sich bindet und idealweise noch einige weitere Produkte an den Mann gebracht werden.

Mal ein Beispiel. Für einen Konsumentenkredit in Höhe von 10.000 € auf 36 Monate Rückzahlung fallen 297,41 € monatliche Rate an (Beispiel aus einem Kreditrechner einer namhaften Bank). Demnach zahlt man der Bank 10708,92 € zurück. Sind also ca. 700 €, die erstmal verdient werden. Die Klickpreise im SEM im Kreditbereich bewegen sich zwischen 3 und 5 Euro für gute Positionen, wobei man erstmal eine ganze Menge an Klicks benötigt, um überhaupt jemanden dazu zu bewegen, das Online-Formular auszufüllen. Und dann wird ja auch nicht jeder von der Bank akzeptiert. Selbst unter Einbezug des “Brand-Keywords” landet man meist immer noch auf einem beachtlichen Gesamt-CPC - und hier muss man natürlich bedenken, dass auch der Markenname beworben werden muss, damit ihn Leute überhaupt vermehrt in Suchmaschinen eingeben. Effektiv also bleibt man bei einem hohen Klickpreis.

Im Affiliate-Bereich wird für einen Kredit inkl. Lead ca. 150 € ausgezahlt. Im SEM kann man damit rechnen, dass die Zahl in etwa doppelt bis dreifach so hoch ist, rechnen wir hier mal mit 2,5, wären 375 €, was also in etwa den Kosten von 100 Klicks in der Suchmaschine entspricht (wie gesagt unter Einbezug der Branding-Kosten für das Markenkeyword). Jeder Affiliate wird nun aus Erfahrung wissen, dass es schwer möglich ist, mit 100 Klicks eine Kreditbuchung zu schaffen. Somit fallen also ggf. noch mehr Kosten an. Nun sind 10.000 € Kreditsumme ja auch schon nicht so wenig - immerhin richten sich Konsumentenkredite an Leute, die sich kurzfristig etwas anschaffen wollen, z.B. für Renovierungsarbeiten, oder auch Menschen, die andere Schulden oder ihren Dispo ausgleichen wollen.  Und wenn die Summe kleiner ist, dann ist natürlich auch die Einnahme der Bank in vielen Fällen kleiner (da nicht zwangsläufig der Zinssatz günstiger wird, wenn mehr Geld aufgenommen wird). Bezieht man jetzt noch mit ein, dass Affiliate und Search meist noch die günstigsten Vertriebskanäle sind, dann heißt das für mich, dass mit Print, Plakat, TV, Internet, Filialbetrieb etc. ein Misch-Masch-CPO von mind. 600-800 € heraus kommen muss.

Macht es daher echt nur die Masse an vergebenen Krediten aus? Wird der Gewinn nur über die Bearbeitungsgebühr finanziert (oder reicht das gerade für die Löhne der Mitarbeiter?)? Wer hat BWL studiert / ist von Natur aus schlauer als ich / hat im Internet dazu recherchiert? Sind die Cross-Sellings so hoch? Ich weiß es wirklich nicht. :(

 Vielleicht sollte ich bei der Edekabank eine Ausbildung anfangen. Danach wäre ich sicher schlauer und säße an der Quelle für das volle Finanzpaket für meine Zukunft.

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B(ä/e)cker wie Brötchen oder wie Boris?

Es geht doch nichts über leckere frische Backwaren. Alleine der Duft, der aus einer Tüte mit noch warmen Brötchen steigt… mmmhhh. Ich kann mich noch ganz genau an Zeiten erinnern, als die Brötchen noch nicht “stündlich ofenfrisch” von den Bäckereien angeboten wurden. Da wurden sie morgens angeliefert und wenn man abends noch welche haben wollte, dann schmeckten sie schon nicht mehr ganz so gut - oder im schlimmsten Fall waren sie schon ausverkauft.

Damals kostete ein Brötchen noch 23 Pfennige. Meine Oma fand das schon zu teuer, schließlich haben die Brötchen zu ihren Zeiten nur 7 Pfennige gekostet. Und immer wenn sie auf diese Tatsache hinwies, vergaß sie auch nicht zu erwähnen, dass die Brötchen “heutzutage” viel zu aufgeplustert sind. Und damit hatte sie nur allzu Recht! Denn der Bäcker bei ihr um die Ecke bot Brötchen an, die schon beim Durchschneiden viele lustige kleine Krümelchen durch die Luft schossen. Aber damals störte mich das nicht. Was stellt sich Oma so an?

Nun erwische ich mich in vielen Fällen selbst dabei, wie ich zum “Brötchen-Nazi” mutiert bin und an den aufgeplusterten, geschmacklosen Teigstücken von Kamps & Co herumnörgele. Dabei beschwere ich mich nicht einmal über den Preis, der aktuell ja 25 Cent beträgt und sich damit seit meiner Kindheit mehr als verdoppelt hat. Gut, heutzutage gibt es auch Discount-Bäckereien, die Brötchen teilweise auch für 10 Cent anbieten. Aber die schmecken dann auch nur, wenn sie ganz frisch sind und selbst dann habe ich manchmal das Gefühl, man hätte ein paar Taschentücher eingebacken.

Und das sind dann die Gelegenheiten, wo ich mich über eine Marktwirtschaft freue, denn zum Glück gibt es ja auch noch eine Handvoll sehr guter Bäckereien, wo Qualität und Geschmack nicht nur auf der Werbetüte steht. Daher möchte ich an dieser Stelle mal die Bäckerei Büsch loben! Alle Brötchen-Sorten sind der Hammer, frisch und weich, aber dennoch richtig schön knusprig und kompakt. Und auch die Brote schmecken absolut tadellos. An zweiter Stelle, zumindest was Brötchen betrifft, rangiert bei mir die Bäckerei Schollin. Auch hier sind die Brötchen nahezu perfekt - allerdings hat man in der Filiale am Innenhafen Duisburg manchmal das Gefühl, man lebe in der DDR, wenn man die Theken sieht. Hier herrscht oftmals gähnende Leere in vielen Produktsparten.

Wenn ich umziehe, muss es unbedingt wieder eine Büsch-Filiale in der Nähe geben. :)

buesch

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“Die Gilde 2″ unter Vista

Nachdem ich mich ja nun doch entschlossen habe, mich bei Vista durchzubeissen, habe ich mich heute wieder geärgert. So wollte ich das Spiel “Die Gilde 2″ installieren, also DVD eingelegt, das Autostart-Menü abgewartet und brav auf “Installieren” geklickt. Nichts. Hmm… okee… dann halt in den Total Commander und die Setup.exe angeklickt. Nichts. Also wieder mal auf in meine unter Vista am häufigsten genutzte Anwendung: Der Kompatibilitäts-Assistent.

Den habe ich dann auf das Programm im CD-Laufwerk angewandt: Kompatibilität zu Win XP, Visuelle Designs deaktivieren, als Administrator ausführen. Und prima: Die Installation läuft ;D

Nachtrag: LOL - Jetzt wurde die DVD nicht als Original erkannt und somit das Spiel nicht gestartet… scheint aber ein bekanntes Problem zu sein und NICHT an Vista zu liegen. Aber ein “Trick” im Forum hat funktioniert: Das Spiel nicht vom Desktop oder aus den Programmen heraus starten, sondern direkt vom Autostart-Menü der DVD. So, und jetzt wird gezockt!!

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Terror-Koffer

Heute morgen hatte ich wieder ganz besondere Freude an meinem Weg zur Arbeit. Ich war gerade in die Grafenbergerallee eingebogen, als ich im Rückspiegel einen Motorradpolizisten sah, der scheinbar die folgenden Autos davon abhielt, ebenfalls in die Allee einzubiegen. Dann ging nichts mehr, nicht vorwärts und nicht rückwärts. 10 Minuten habe ich nur auf der Stelle gestanden und auf den LKW vor mir gestarrt, der mir die Sicht auf das Geschehen der Straße genommen hat. Da ich eh schon spät dran war, hat mich das natürlich schon wieder extrem genervt. Blaulicht, Polizei, Rettungswagen. Was ist denn los? Irgendwann ging es dann wieder vorwärts und ich wollte schon erleichtert aufatmen, als ich bemerkte, dass die Autos vorne einfach nur wenden. Mir blieb dann natürlich auch nichts anderes übrig, aber ich hatte den Nachteil, dass ich mich hier überhaupt nicht auskenne. Ich konnte also nur blind meinem Orientierungssinn folgen - und leider ist dieser Sinn bei mir auch nicht wirklich ausgeprägt. Einmal um den Block fahren muss ja aber schließlich funktionieren. Hätte und hat es letztendlich auch, aber selbstverständlich haben die anderen Autos das auch gemacht UND zusätzlich kamen dann von links noch die Autos, die schon vor der Grafenbergerallee nicht mehr weiterfahren konnten. Also Chaos pur! Von weitem konnte ich dann noch erkennen, dass Polizeiwagen mitten auf der Straße standen und eine Straßenbahn mit Warnblinkanlage ebenfalls zum Stehen gekommen war. Somit habe ich auf einen Unfall getippt: Auto trifft Straßenbahn.

Später erfuhr ich dann den wahren Grund: Ein herrenloser Koffer war Grund genug, einen Terroranschlag zu vermuten. Und somit wurde dieser kurzerhand gesprengt.

Zu guter Letzt ist heute noch ein Königspaar in der Stadt. Ich hoffe, dies wird sich nicht weiter auf meinen Rückweg auswirken. Und morgen will die Bahn vielleicht wieder streiken, was wieder ein Plus an Autos auf den Straßen zur Folge haben wird. Ich freu mich jetzt schon.

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AdVent

Ich plädiere übrigens darauf, den Advent jetzt AdVent zu nennen. Damit ist dann die Ankunft der penetranten Werbung gemeint. Denn jetzt mal ehrlich, wer interessiert sich heute schon noch für den wahren Kern von Weihnachten? Da wird ein Aldi-Adventskranz aufgestellt und ein Christbaum gekauft, der dann pünktlich nach dem 2. Weihnachtstag weggeschmissen wird. Es geht um den eVent, quasi also ein Ableger vom AdVent. Ich freue mich jedenfalls mehr auf die Spargelsaison als auf’s Christkind.

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Es weihnachtet sehr…

Nachdem die Weihnachtssaison in den Supermärkten schon im August begonnen hat, erinnert Google heute nochmal in seinem Retail-Newsletter daran, dass “wir” ja nicht das Weihnachstgeschäft verpassen sollten, denn hier warten die besten Absatzmöglichkeiten des Jahres. Die effektivste Chance, seine Euros unter die Leute zu bringen, ist natürlich bei Google Adwords zu buchen. Und so rollt das Unternehmen gleich nochmal ein paar Fakten aus:

  • “Weihnachten”, “Geschenkideen” etc. gehörten zu den Top-Suchworten 2006
  • Der Traffic in der Vor-Weihnachtszeit steigt stark an

Keine Sachen, die mich jetzt wirklich überraschen. Und damit es auch für Google stark weihnachtet, kommen die passenden Adwords-Tipps gleich noch mit:

  • Das Tagesbudget anheben und die Positionen im Auge halten (die bösen Wettbewerber wollen ja auch ein Stück vom Stollen haben)
  • Spezielle Weihnachtstexte, primär mit Lieferungs-USPs (garantierter Lieferungtag u.ä.)
  • Einrichtung spezieller Weihnachtskampagnen und Ergänzung bestehender Kampagnen um Weihnachtstext

Alles in allem schöne Maßnahmen, um selbst ordentlich Profit zu machen. Denn dass die CPCs für Weihnachtskombinationen bzw. gefragte Geschenkartikel steigen, dürfte dann ja wohl auch klar sein. Mit dem erhöhten Tagesbudget lässt sich da nochmal richtig was abschöpfen. Durch neue Kampagnen + neue Texte geht ein Teil der Historie flöten, was zusätzlich auf den CPC schlägt.

Übrigens denken ja immer noch viele Leute, dass man im Suchmaschinenmarketing auch heute noch Klicks für ein “paar Cent” einkaufen kann. Das mag auch in Randbereichen so sein, aber in den hart umkämpften Bereichen wie beispielsweise Versicherungen, Finanzen oder Schönheitschirurgie muss man schon mit ein paar Euros rechnen - und “paar” ist hier bewusst klein geschrieben. Gerade beim Setup eines neuen Kontos kann man hier locker 5-6 Euros einplanen, um in den sichtbaren Bereich zu gelangen.

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Lichter aus!

Die Stadt Duisburg muss sparen. Deshalb werden jetzt nachts an vielen Fußüberwegen und Kreuzungen die Ampeln abgeschaltet. Die Verantwortlichen rechnen mit Ersparnissen von 680.000 Euro im Jahr. Kritiker befürchten hingegen Gefahren für den Straßenverkehr.

So berichtet rp-online.de  heute und fragt nach Lesermeinungen. Also, ich bin jetzt schon ein paarmal nachts in Duisburg gefahren und mir ist so gut wie kein Arsch begegnet. Neben dem Artikel befindet sich auch noch ein Bild von einer stark befahrenen Straße in der City, mit dem Hinweis, dass auch diese Ampel abgeschaltet werden würde. Das Bild suggeriert natürlich direkt Gefahr für die armen Fußgänger. Hallo? Wir reden hier von NACHTS! Und da dürfte trotz Casino an stinknormalen Wochentagen wohl genauso viel bzw. wenig los sein, wie hier auf dem Sternbuschweg. Außerdem, falls es noch keinem aufgefallen ist, hängt an jeder Ampel ein Ersatz-Verkehrsschild, welches bei ausgeschalteter Ampel seine Gültigkeit hat. Und das werden doch wohl selbst eingefleischte Ampel-Liebhaber hinbekommen, sich auch im Dunkeln an jene zu halten.

Ich jedenfalls begrüße diese Abschaltung - und die Ersparnis für die Stadt kann sich ja wohl auch mehr als sehen lassen.

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“Nur virtuelles Kiffen ist gesund”

Wer hat die schönste Bong? Das jedenfalls fragt eine Webseite, die ich gerade entdeckt habe. Die Zielgruppe (Kiffer) wächst ja laut Statistiken stets. Also hab ich mal schnell geschaut, worum es dabei eigentlich geht.

Die bestplatzierten Spieler jedes Monats können Bongs, Shishas und andere nette Utensilien zur “Raumverschönerung” gewinnen.

Raumverschönerung. Ja, ne, is klaaaar! Und was sind die “anderen netten Utensilien”? Hausgemachter Joint im Bilderrahmen *grins* - das wäre doch mal was.

bongspiel

Und wie qualifiziert man sich bei diesem Spiel? Ganz einfach: Man pflanzt Samen, erntet das Weed und raucht es - und nach jedem Rauchen wächst die Bong. Damit man das aber machen kann, benötigt man Punkte. Und diese Punkte erhält man durch - ich würde es mal virale Webemaßnahmen nennen. Kiffer als Multiplikatoren. Natürlich muss bei dieser neuen Zielgruppenansprache darauf geachtet werden, dass man sich nicht bei Nicht-Kiffern als potentieller Drogen-Verherrlicher darstellt. Also platziert man überall Hinweise: “Keine Macht den Drogen”, “Nur virtuelles Kiffen ist gesund”. Was soll man davon halten?

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