Mikrowellen-Popcorn-Orakel

Manchmal wünscht man sich, in die Zukunft sehen zu können. Einfach mal den Blick in eine ferne Zeit schweifen lassen und dem Schicksal ein paar Informationen entwenden, um demselben dann vielleicht doch ein Schnippchen schlagen zu können. Möglichkeiten gibt es viele. Man verlässt sich beispielsweise auf die Sternenkonstellationen, die Glück, Liebe oder Geld verheißen. Oder man fertigt zum Jahresende Bleifiguren an, die von dem neuen Jahr künden. Oder man liest einfach aus dem Kaffeesatz. Oder man beantwortet einfach jede Frage mit “42″.

Heute jedoch, als ich gerade gesüßtes Popcorn in mich reinstopfte, die geschätzten Kollegen bereits dachten, wir hätten in unserem Büro ein Kino eröffnet und der Gremlin-Büro-Hund sich ausgehungert über die Krümel hermachte, kam mir die Idee, dass auch hinter jedem aufgepoppten Korn eine Botschaft stecken muss. Da sieht dann ein Korn aus, wie ein wilder Wüstenwurm aus Dune oder World of Warcraft, ein anderer wie eine Meeres-Muschel und wiederum andere wie Michelin-Männchen oder Kleeblätter.

Warum also lesen die Menschen nicht aus Popcorn ihre Zukunft? Man muss dazu nicht einmal Kaffee mögen (und ihn ohne Filter kochen *igitt*), man muss kein giftiges Blei verwenden (jaja, ich weiß, dass das kein echtes Blei ist und allein deswegen kann es ja schon nicht funktionieren) und man muss auch nicht Jahrtausendealtes Wissen in sich hineinschaufeln, um die Sterne zu verstehen.

Alles was man braucht, ist ein Korn und eine Mikrowelle. Alternativ auch eine Pfanne oder ein Lagerfeuer. Kurzum: Diese Art des “Zukunft-Lesens” kann nahezu überall durchgeführt werden. Und wer sich jetzt fragt “Hat die eigentlich zu viel gekifft?”, der sollte lieber das Korn befragen ;).

popcorn

3 Kommentare »

  1. Henning sagt,

    30. Oktober 2007 @ 11:50 Uhr

    Trinkt man den Korn dann vor oder nach dem Entschlüsseln der Botschaft? ;-)

  2. Tina sagt,

    30. Oktober 2007 @ 20:36 Uhr

    Vorher, nachher und währenddessen :). Dann steigt auch die Interpretationsgabe ganz deutlich an.

  3. Henning sagt,

    31. Oktober 2007 @ 01:05 Uhr

    So ähnlich hab ich mir das gedacht. *g*

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