Archive for August 2007

Larp ist…

… wenn man sich Elfenohren anklebt und in einem Kiosk für einen Vulkanier gehalten wird. Heute war ich zwar nicht auf einem Larp, aber dafür auf dem Mittelalter Phantasie Festival in Telgte. Zum Glück war den ganzen Tag schönes Wetter - bis auf den leichten Nieselregen, der wirklich erst ganz zum Schluß aufkam. Wohl dem, der einen schönen Umhang mit Kapuze hatte :).

MMtelgte

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Nicht lustig

Ich habe gerade auf rp-online einen Bericht über den “Hitler-Champagner” gelesen, der eine wahre Bieterschlacht ausgelöst hat. Das gute Stück ist nach Schweden gegangen - für umgerechnet 2.500 €! Dass so ein “Relikt” überhaupt über den Tisch geht, finde ich schon ganz und gar nicht witzig. Aber dann verlinkt die Rheinische Post auch noch auf “Hitler Witze aus dem Dritten Reich” unter “Mehr zum Thema”.  Mal ein Beispiel?

Ein Exil-Jude in New York hat ein hitler-Bild im Zimmer hängen. “Bist du meschugge?”, fragt ein Freund. “Nee, aber so hab ich ein Mittel gegen Heimweh!”

Da kann ich wieder mal nur fragen: Geht’s noch??? Wollen die Journalisten Hitler jetzt wieder gesellschaftsfähig machen? Es ist eigentlich schon schlimm genug, dass es überhaupt Witze darüber gibt, aber diese dann auch noch bei einem großen Publikum zu veröffentlichen finde ich absolut unangebracht - gerade von einer Redaktion, die im Herzen des Multi-Kulti-Ruhrgebiets sitzt.

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“Du bist echt verrückt”

Ist das so?

Wenn jemand an meinen Arbeitsplatz kommt, bekomme ich immer den gleichen Satz zu hören: “Kannst du die Maus nicht rechts hinstellen?” So hält sich seit mehreren Jahren teilweise hartnäckig das Gerücht, ich sei Linkshänder. Nicht, dass das schlimm wäre. Der wahre Grund für die Position meiner Maus ist aber ein anderer. Schon mal eine Sehnenscheidenentzündung gehabt? Nicht? Herzlichen Glückwunsch! Denn das ist nämlich so ziemlich das beschissenste, was einem ambitionierten Computeranwender passieren kann. Und noch schlimmer ist es natürlich für Spieler ;).

So begab es sich also vor 4 oder 5 Jahren, dass ich seit meiner Sehnenscheidenentzündung nun immer wechsle. Ganz einfach: Arbeiten mit links, zocken mit rechts. Läuft prima und ich hatte bisher auch keine Probleme damit. Manche Leute behaupten natürlich, dass es auch einfacher gehen würde: Einfach weniger spielen. Tz! Weniger arbeiten wäre ja noch eine Maßnahme, aber…. nunja. Ich halte mich jedenfalls damit für ganz besonders schlau, andere jedoch halten mich für verrückt. So kann’s gehen :)

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Mein PC - nicht DEIN PC

Manche Menschen sind mir suspekt. Dazu zähle ich aber nicht nur Mac-User (Jaja, es gibt ganz viele tolle Spiele für den Mac… Zorc, Brickout, Superbrickout, Photoshop –> Video ).

Vor allem zählen diejenigen Leute dazu, die sich mit anderen einen PC teilen können. Damit meine ich jetzt nicht, dass man nicht mal gemeinsam an einem PC sitzen kann, zusammen surft oder auch mal was spielt. Ich meine, so richtig teilen - also mal macht der eine seine Hausarbeit daran, mal spielt der andere. Unvorstellbar die Steigerung dazu: Den PC mit mehreren Leuten teilen. In der Familie, in einer WG. Natürlich verstehe ich, dass es manchmal nicht anders geht, ich rede jetzt ja auch von mir persönlich und im Notfall würde ich das sicher auch hinbekommen. Aber ich meine es jetzt auch generell - dass Leute es freiwillig tun.

Und ich gebe meinen PC auch nicht in Teilen ab. Als ich damals mit meinem Freund zusammen gewohnt habe, hatten wir glücklicherweise beide einen Rechner. Er konnte pausenlos programmieren, ich konnte gnadenlos zocken. Dann ein Freitag. Ich freute mich schon die ganze Woche darauf, das ganze Wochenende “Dark Age of Camelot” zu spielen. Wir hatten in der Gilde schon ein paar Events ausgemacht und ruckzuck war ich nach der Arbeit eingeloggt. Im Hintergrund höre ich meinen Freund fluchen. Sein Prozessor geht nicht, vermutlich hat er zuviel Wärmeleitpaste aufgetragen. Tjo, echt ärgerlich. Für ihn. Naja, da rammen auch schon die Feinde gegen die Burgtür - also schnell noch Holz organisieren… “Tina?”

“Ja, Schatz?”
“Kann ich mir mal eben deinen Prozessor zum Testen ausleihen? Ich muss da nochmal die Paste drauf schmieren und gucken, ob es daran gelegen hat, dass der PC jetzt nicht mehr funktioniert.” (ungefährer Wortlaut)

Ich blicke auf - vermutlich mit weit aufgerissenen Augen. Erschrocken. Entsetzt. Ungläubig. Hat er gerade seinen Prozessor geschrottet und will jetzt meinen haben? An einem Freitag? Mitten beim Zocken? Ich möchte “LOL” in die Luft schreiben, kriege gerade noch so ein “Das ist nicht dein Ernst.” raus. Doch, ist es. Bei aller Liebe nicht. Er wird wütend. Es sei doch kein Problem, nur 10 Minuten, Spielen sei eh Zeitverschwendung und ich bin spielsüchtig, ob ich ihm denn nicht vertrauen würde. Ein Streit entfacht. Aber ich gebe ihm den Prozessor nicht. Männer und Prozessoren sind nicht zum Verleihen gedacht.

Nun könnte man ja vielleicht noch sagen: “Wenn du nicht zuhause bist, kann ja wohl mal ein anderer an deinen Rechner.” Nein. Ganz einfach: Es ist NIE so, wie man es hinterlassen hat. Auf einmal hat man eine schnellere Mausbeschleunigung, ein anderes Hintergrundbild, die Taskleiste ist nicht mehr fixiert. Der Desktop ist voll mit irgendwelchem Müll und Verknüpfungen, die CD aus dem Laufwerk liegt jetzt “irgendwo”, Internet Explorer ist wieder als Standardbrowser eingerichtet. Und das alles ist noch der Idealfall.

Früher hat meine Mutter immer in meiner Abwesenheit an meinem PC gespielt. Das war für mich damals auch in Ordnung, sonst hätte sie es natürlich nicht gemacht. Aber immer, wenn ich dann wieder am Rechner war, startete dieser mit ScanDisc, weil er nicht ordnungsgemäß heruntergefahren war. Knopf drücken, Rechner aus. Wie beim Fernseher eben. Zum Glück hat meine Mutter aber nicht aufgegeben - und heute hat sie ein von ihr administriertes Forum, ein eigenes Weblog und sie kann sogar ein paar einfache HTML-Sachen. Aber ich bin und bleibe eben Einzelkind - gerade, was meinen PC betrifft.

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Deutsch an Randgruppen

Wenn man im Marketing nur ein paar Zeichen zur Verfügung hat, um die Nutzer von seinem Angebot zu überzeugen, dann sollten diese Zeichen zumindest korrekt aneinandergereiht und ansprechend sein. MSN ist mit seinem Messenger vermutlich anderer Meinung, denn sonst wäre folgende Werbung wahrscheinlich nicht durch die redaktionelle Prüfung gegangen. Das lässt mich vermuten, dass es so eine Prüfung scheinbar gar nicht gibt. Sehr peinlich, wie ich finde!

Da bekomm ich ja direkt Lust, mit “jemand zu begegnen”.

msnwerbung

Der Werbesatz stammt übrigens von webcamo.de - “Die 1. Seite für Dialoge & Webcams”. Den Dialog üben wir aber nochmal!

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*staun*

Und noch ein Video - und wie ich mal wieder finde: Ein ganz beeidruckendes! Es geht nämlich (wie fast immer, wenn ich beeindruckt bin) um Jonglieren. Wenn man Musik mit Bällen darstellen soll, bekommt dieser Mann eine glatte Eins von mir!

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Zipfel runter!

Gartenzwerge gehen gar nicht! Aber eigentlich hab ich auch gar nichts dagegen, wenn jemand sie mag und sich unbedingt seinen Garten damit verunstalten möchte.

Gartenzwerge sind ja eigentlich harmlose Wesen. Sie haben mal eine Schaufel in der Hand, mal leuchten sie mit einer Laterne, mal malen sie einem Fliegenpilz die weißen Tupfer auf. Exotischere Varianten blicken durch ein Fernglas oder prosten mir mit dem Bierkrug zu.

Schlimm finde ich allerdings diejenigen Leute, die Gartenzwerge auf die Schippe nehmen, indem sie sich ebendieser bedienen. Da liegen plötzlich erstochene Zwerge im Gras, vom Dach hängt ein Erhängter, neben dem Beet zeigt mir ein kleiner Mann den Stinkefinger während ich unter dem Baum das erste Mal gartenzwergische Geschlechtsteile erblicken kann.

Wenn ich also George Bush nicht mag, dann häng ich mir auch kein Poster an die Wand, wo Georgie mir seinen Stinkefinger oder im schlimmsten Fall auch mehr präsentiert! Ein erstochener Bush als lebensgroße Plastikfigur auf meinem Teppich hätte allerdings vielleicht schon was…

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Zehn Orks

Ich habe gerade zu dem Lied “Zehn Orks” von den Streunern ein Video gefunden, das eigentlich ganz witzig gemacht ist :).

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Oldschool

Heute habe ich mich über alte Spiele unterhalten, die “wir” damals eben so gezockt haben. Dies schmerzte mich insbesondere, weil mir im Moment wieder mal so ein “richtiges” Spiel fehlt, was mich richtig fesselt. Und das wird vermutlich auch so bleiben, bis SCII das Licht der Welt das Dunkle meines DVD-Laufwerkes erblicken wird.

Angefangen hat es bei mir mit einer Atari2600 Spielkonsole. Wenn ich mich daran zurück erinnere, muss ich echt grinsen - so richtig mit mechanischen Schaltern!

atari2600

Darauf habe ich dann Spiele wie “California Games”, “Phoenix”, natürlich “Pacman”, “Dig Dug” usw. gespielt. Hammer! Leider war es damals auch so, dass ich von meinem Taschengeld nicht einfach mal 50 DM übrig hatte, um ein Spiel zu kaufen. Da wurde monatelang gespart!

Danach kam dann bei mir schon die C64-Zeit. Mit einem Buch “Programmieren für Kinder” (oder so…) habe ich dann so kleine Sachen “programmiert”… also so ganz billige Sachen… Frage stellen, z.B. “Wie alt bist du?” und je nach Antwort des Users dann eine “Antwort” ausgeben… wenn kleiner als 10 dann “Du bist aber jung!” wenn genau 10 dann “Heh! Du bist genauso alt wie ich!” wenn größer als 10 dann “Alter Sack”. So nach dem Prinzip. Aber natürlich stand das überhaupt gar nicht im Vordergrund! Denn immerhin warteten direkt am Anfang etwa 200 Spiele auf Disketten auf mich, die alle entdeckt und erkundet werden wollten. Ich meine: Hallo? 200 (!!) Spiele! Mein Konsolen-Leben hatte mich ja darin geschult, mit wenigen Spielen auszukommen. Nunja, jedenfalls befanden sich schon die ersten Knaller darunter, die ich im Genauen gar nicht mehr weiß. Heute bedeutet C64-Zeit für mich vor allem Giana Sisters, Maniac Mansion und so ein Weltraum-Spiel von dem ich den Namen leider nicht mehr weiß. Und vor allem bedeutet es für mich: Nächtelang durchzocken - mit oder ohne Freunde. Ich erinnere mich noch gut an Mike (oder Maik?), den ich seit damals nie wieder gesehen habe. Tagsüber haben wir im Wald gespielt und abends dann schön Giana Sisters.

Oder als ich in Teacher Busters - laut fluchend über die Steuerung! - meine Mathelehrerin erschossen habe (Achtung! Amoklaufgefahr!).

Und nicht zu vergessen natürlich, als ich bei meiner besten Freundin Marén geschlafen habe und wir vom Nachbarn Ingo heimlich das Spiel “Sex Games” ins Haus geschleust haben. *lach*

… und damals, im Schullandheim… jaja, ihr seht schon, ich komme ins Schwelgen. Trotzdem muss ich noch kurz die anderen Zeiten anschneiden: Der Amiga und Monkey Island, das ich immer gemeinsam mit meinem ersten Freund gespielt hatte - einer hat gespielt, der andere die Disketten gewechselt, immer abwechselnd. Dann der erste PC. DOS. Siedler. Return to Castle Wolfenstein. Dune 2, mein erstes Echtzeitstrategiespiel. Der Wahnsinn! Später dann Command & Conquer, C&C2 dann sogar online (mit Modem…). Warcraft. Starcraft. Allerlei Simulationen - ich hab alles da, ich kann alles besorgen ;) Von Pizza Connection über SimCity bishin zu allen Tycoons, die man sich vorstellen kann. Ich war Sportler, Zoowärter, Restaurantbesitzer, Familienoberhaupt, Gott, Krieger, Hotelmanager, Pirat. Ich habe schon mehrmals die Welt gerettet.

Aber eines hat sich doch verändert: Früher habe ich oft gemeinsam mit Freunden an EINEM PC/C64/Amiga gespielt. Heute sitze ich allein am Rechner und bin über das Internet verbunden. Aber zum Glück macht beides Spaß ;).

Empfehlen kann ich übrigens das folgende Video und die darauf folgenden Teile. Dort wird die Geschichte der elektronischen Spiele nochmal richtig schön zusammengefasst.

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Andere Zeiten, andere Sitten

Ich kann mich noch an mein Furzkissen erinnern, welches ich damals dem YPS-Heft entnommen hatte. Hämisch schmiedete man fiese Pläne, zu denen das Magazin anregte: Den Lehrerstuhl bestücken, Mami beim Frühstück eine Röte ins Gesicht zaubern. Aber naja… da nie wirklich eine geeignete Sitzauflage (die wirklich in der Lage gewesen wäre, das Furzkissen zu verbergen) greifbar war, ist das Teil dann irgendwie in irgendwelchen Ecken verstaubt.

Heute wäre sowas natürlich viel zu trivial. Das Ganze muss technische Innovation erfahren - und am besten noch Energie verbrauchen! Jawohl.

Dem kommt dann die Micky Maus entgegen, indem sie mit der aktuellen Ausgabe eine Furzmaschine unter die Leute bringt. Sogar mit sechs Furzgeräuschen. Aber wie mir das dazugehörige Werbebild erscheint, ist es heutzutage auch gar nicht mehr dazu gedacht, andere Leute in den Verdacht als Pupsenden zu bringen - vielmehr täuscht man das Knattern aus dem eigenen Hintern vor, um andere Leute zu schockieren.

Vermutlich ist aber auch dies ein kurzweiliger Spaß und das Teil wird sicher schnell in den Kinderzimmern dieses Landes verschwinden, um weiteren Neuheiten Platz zu machen…

furzmaschine

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