Strom & strömen
Der Zusammenhang zwischen “Strom” und “strömen” wurde heute wohl in Düsseldorf klar. Nachdem ein großer Stromausfall zwölf Stadtteile lahmgelegt hatte, konnte man in der RP-online Folgendes lesen:
Bei der Feuerwehr gingen mehrere hundert Anrufe ein. In zwölf Fällen saßen Menschen in Aufzügen fest. “Der Strom fiel genau zur Feierabendzeit, alle strömten gerade in die Fahrstühle”, so Feuerwehr-Sprecher Heinz Engels.
Lustig ohnehin, dass der Strom gefallen ist… da hat der Autor gleich ein sinngebendes Wort vergessen, aber gut, das ist bei der RP-online ja auch nichts Neues. Aber mir ist noch nie so aufgefallen, dass mit dem Feierabend dann alle Fahrstühle sich plötzlich eines Massenstroms erfreuen konnten. So wird es wohl sein. Ein Omen vielleicht auch, dass es zwölf Stadtteile waren und zwölf Fälle von Aufzugzwangsaufenthalt. Zum Glück waren es nicht 13 - und knapp am Freitag den 13ten ist man glücklicherweise auch vorbeigeschlittert.
Weiterhin bat die Feuerwehr darum, in solchen Fällen nicht die Notrufnummer 112 zu wählen. Schließlich sei die für echte Notfälle vorgesehen. Dabei hatte ich doch erst gestern gelernt, in einer gefährlichen Situation die Polizei zu rufen - oder einfach woanders hinzugehen. Gut, Möglichkeit zwei scheidet in einem steckengebliebenen Aufzug natürlich nahezu aus. Aber die Polizei ist natürlich durchaus mit der Feuerwehr vergleichbar. Daraus folgend muss man also den Hinweis von gestern relativieren und um den Zusatz ergänzen: “Wenn Sie sich in einer gefährlichen Situation befinden, wägen Sie zunächst erst ab, ob diese Situation ein echter Notfall ist…”
Ich weiß natürlich nicht, warum die Leute jetzt angerufen haben. “Hilfe, meine Kaffeemaschine geht nicht mehr! Dabei brauche ich doch mein Koffein!” oder “Die Zeiterfassung meines Büros ist ausser Betrieb - bekomme ich die theoretischen Überstunden aufgrund des fehlenden Checkouts bezahlt?” Schließlich hat jeder seine eigene Definition von Notfall… man denke sich nur, dass der PC dann auch nicht mehr funktioniert…